Das Wort Schuld gibt es zwar in unserem Vokabular, aber in der Wirklichkeit gibt es keine Schuld. Das Ego hat irgendwann die Schuld erfunden, um keine Verantwortung für das eigene Tun übernehmen zu müssen. Wenn jeder auf dieser Erde selbstverantwortlich handeln würde und keine Schuldzuweisungen erteilen würde, wäre die Erde freier, es gäbe bestimmt weniger Hass und Kriege. Wir dürfen lernen, dass wir aus jeder Begegnung oder Situation, die uns Schmerz oder Leid zufügt, etwas für unsere Ent-wicklung mitnehmen. Wir müssen die Situation ohne Schuldzuweisung anschauen. Unser Gegenüber hat sich bereit erklärt der Täter zu sein, um uns eine Lektion zu erteilen. Wenn wir es auf die Reihe bekommen, die Lektion anzunehmen und daraus zu lernen, können wir wachsen, geistig wachsen. Danach erkennen wir, dass wir selbst für unser Leben verantwortlich sind und können frei von Schuld und Schuldzuweisungen leben. Wir werden aufhören die Täter als solche zu sehen, denn sie sind die eigentlichen Opfer. Auf einer höheren Ebene haben wir ausgemacht, dass sie uns in diesem Leben malträtieren, schlagen, verlassen und was weiß ich, was alles noch. Wir haben sie zu unseren Opfern gemacht bzw. sie haben sich bereit erklärt, der Täter zu sein, damit wir in diesem Leben bestimmte Lektionen lernen können. Unsere Seele möchte in diesem Leben bestimmte Erfahrungen machen und um diese Erfahrungen machen zu können, braucht sie nun mal „Gegenspieler“, die ihr diese Erfahrungen ermöglichen. Die Seele schließen auf einer höheren Ebene Verträge ab, damit sie sich erfahren können. Wenn die Seele dann auf diese Erde inkarniert, hat sie diese Verträge vergessen. Sobald die Seele auf die Erde kommt, in Form von unserem Körper, hat sie alle Verträge, die sie abgeschlossen hat, vergessen, sonst könnte sie sich nicht erfahren. Die Seele empfindet keine Schuld und fühlt sich auch nie schuldig. Das Ego sucht nach dem Schuldigen und wer es verletzt hat, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen und einen Schuldigen zu finden, der dem Ego einen Alibi gibt, um sich schlecht fühlen zu können. Wir müssen erkennen, dass in Situationen, die uns verletzen, wir uns hineinmanövriert haben. Wir sind die Beziehung eingegangen, bei der uns letztendlich der Partner verlässt. Der Partner hat uns bestimmt nicht die Kanone an die Schläfe gehalten und uns dazu gezwungen, die Partnerschaft mit ihm einzugehen und wenn doch, auch das haben wir vertraglich ausgemacht. Der Partner hat sich zur Verfügung gestellt, damit wir die Erfahrung des Verlassenwerden machen. Er ist dann auch nicht schuldig, dass es uns nach dem Verlassenwerden tagelang schlecht geht. Wir sind diese Verbindung freiwillig eingegangen. Zwischen zwei Seelen werden auf der höheren Ebene die Rollen bunt durchgemischt, in diesem Leben sind wir der Täter, im nächsten sind wir das Opfer, sodass alles immer in Balance ist.

 

Schuld

Nächste Meditation

Wann: Sonntag 30.4.2017 von 14 – ca. 16 Uhr

Wo: Jose Notari, Gartenstraße 40, 73033 Göppingen

Wertschätzung: 15 Euro incl. Suppe danach und Getränke

Anmeldung: hier oder 0151/15552996