Warum glauben wir immer der/die Besten sein zu müssen? Warum nur?

Wir glauben immer, die Besten sein zu müssen, um geliebt oder gemocht zu werden. Es wird Zeit, dass wir von diesem Gedanken weg kommen. Wir brauchen nicht immer die Besten zu sein, um geliebt zu werden oder auch Anerkennung und Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Zeiten sind vorbei. Wir werden oftmals geliebt für unser So-Sein, lediglich dafür, dass wir sind, wie wir sind. Wir werden geliebt und merken das gar nicht, weil wir in unseren Denkmustern festgefahren sind und das, was von außen kommt, merken oder fühlen wir es nicht. Wir müssen uns nicht anstrengen, um geliebt, gemocht… zu werden. Das dürfen wir uns in Erinnerung rufen. Die meisten Menschen haben aber in ihrer Kindheit eine Art „Leistungsliebe“ erfahren. „Du  musst gut in der Schule sein, dann wirst du es eines Tages weit bringen. Am besten, du bist der Beste.“ So könnte ein Satz der Eltern ausgesehen haben. Oder: „Wenn du die Mama liebst, dann räum doch dein Zimmer auf.“ Immer und überall der Beste sein oder alles tun, damit wir geliebt werden. Es hat sich irgendwann so ins Unterbewusstsein eingebrannt, dass sich daraus ein Glaubensmuster gebildet hat. Wir bauen uns teilweise mittlerweile solch einen Druck auf, dass wir regelrecht daran zerbrechen oder sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt. Ja, es entstehen richtige Blockaden, die so schwer zu durchschauen sind, dass wir sie erst bemerken, wenn es fast schon zu spät ist. Wir sind darauf getrimmt immer das Beste zu geben, dass wir oft unsere eigenen Grenzen überschreiten und das gar nicht bemerken. Unser Fokus liegt immer darauf, das Beste zu geben und dafür gelobt zu werden. Egal, ob in der Schule, im Sport oder in der Partnerschaft. Dann laufen die Dinge nicht so, wie wir uns das vorstellen, das Lob oder die Liebe bleibt aus und schon bricht unsere Welt zusammen. Es machen sich Enttäuschung und Traurigkeit breit, vielleicht Wut und Zorn.

Der Fußballspieler, der am Wochenende nicht aufgestellt wird, ist beleidigt und sauer und möchte dem Trainer an den Hals, weil er seiner Meinung nach eine gute Trainingswoche hingelegt hat und er diesen Einsatz verdient hat. Der Trainer sieht das vielleicht anders und findet, dass die anderen Spieler ebenso gut trainiert haben und sie einfach etwas talentierter sind oder der Trainer zu diesem Spiel andere Spielertypen benötigt. Deswegen mag der Trainer diesen Spieler trotzdem und vielleicht bricht dem Trainer wirklich das Herz, ihn nicht spielen zu lassen, weil er genau weiß, wie sehr er sich reingehängt hat.

Genau das dürfen wir lernen, irgendwann haben wir eine Grenze erreicht. Wir sind am Limit angelangt und haben nichts mehr zu geben. Nehmen wir diese Grenze an, dass wir unser Bestes gegeben haben und wir einfach nichts mehr zu geben haben, kann tiefe Heilung entstehen. Wir dürfen uns daran erinnern, dass es Menschen gibt, die uns für unser Sein mögen und lieben, da müssen wir uns nicht verstellen und denken, dass wir Alles besonders gut machen müssen. Unser Bestes zu geben, mit guter Absicht und aus dem tiefsten Herzen, das reicht vollkommen.

 

Termine:

24.10.17 Meditationsabend um 19:30 Uhr

27.10.17 – 15.12.17 MeditationsKurs

18.11.17 Vegan Day in der VHS Göppingen