Ein Freund von erzählte mir mal etwas über das Glücklichsein. Das fand ich sehr interssant und ich praktiziere es seit dem immer öfters.

Er war sehr viel geschäftlich unterwegs,  so dass er in vielen Hotels übernachten dürfte. Wenn er morgens zum Frühstück ging, merkte er immer wieder, dass die/der eine oder andere Bedienung nicht immer freundlich war, morgens verschlafen aussah und keine Lust hatte zu arbeiten. Wer weiß, ob nur während dieser Schicht oder beim Job überhaupt. Auf jeden Fall war er dann immer wieder gleich morgens, wenn er von so einer „Schlechtdraufbedienung“ bedient wurde, selbst schlecht drauf. Er wollte das ändern, denn er machte in seinem Zimmer vor dem Frühstück seine körperliche Übungen und Yoga und er meditierte gleich morgens und alles war nach dem Frühstück wieder wertlos. Sein Tag war nach dem Frühstück quasi schon zerstört. Also besann er sich eines Tages darauf den „Schlechtdraufbedienungen“ mit Überfreundlichkeit zu begegnen. Diese Sorte von Bedienungen hat er ab diesem Zeitpunkt zuvorkommend behandelt. Es gab lieber ein Lächeln mehr, als zu wenig, ein Danke und ein Bitte mehr. Er half ihnen, wenn sich beim Servieren oder Abräumen eine Möglichkeit ergab. Er sagte mir, dass sich das Verhalten der Bedienungen veränderte. Nach dem zweiten Danke fingen die Bedienungen an zu lächeln und die Freundlichkeit zurück zu geben, weil sie merkten, dass da jemand sitzt, der es gut mit ihnen meint. Natürlich hätte er sich beim Restaurantleiter beschweren können oder andere Maßnahmen ergreifen können, wie z.B. dieses Hotel nicht mehr aufzusuchen. Er merkte aber, dass er die Macht hatte die Situation zu verändern, zum Wohle aller. Durch sein freundliches Verhalten gegenüber der Bedienung konnte sie irgendwann nicht mehr anders handeln, außer freundlich zu sein. Er gab dieses Glück, welches er empfand weiter, denn er war mit sich und mit seinem Leben im Einklang. So bekam er mehr Glück und Freundlichkeit zurück. Bei diesem Gespräch hörte ich zum ersten Mal den Satz: „Willst du glücklich sein oder Recht haben?“

Glück kommt von innen heraus. Wir brauchen niemanden, der uns glücklich macht. Wenn unser Tag nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen, sind wir selbst dafür verantwortlich. Nicht der Chef, nicht der/die PartnerIn oder irgendeine Situation, denn wir können die Situation zu jeder Zeit ändern oder zumindest die Einstellung dazu. Wir dürfen lernen das Glück in uns zu suchen und nicht im Außen. Wir dürfen aufhören die Anderen für unser Glück verantwortlich zu machen. Die Anderen oder die Situationen, die dazu führen, dass wir uns unglücklich fühlen sind nur ein Spiegel von unserem Inneren. Es gibt das Gesetz: „Wie im Innen, so auch im Außen.“ Heißt so viel wie, dass wir das ausstrahlen und anziehen, was wir fühlen. Fühlen wir uns down und haben schlechte Gedanken, ziehen wir auch „schlechte Dinge“ an.

Dankbarkeit ist einer der Faktoren, um Glück zu erfahren. Dankbar sein, für alles, was um uns herum geschieht. Es ist manchmal ein Stückchen Arbeit, sich für Dinge zu bedanken, die in diesem Augenblick nicht so prickelnd sind, kann aber auch durchaus Heilung bringen. Nur ein kleines Beispiel: Da wird eine Dame von ihrem Partner verlassen und ist traurig und wütend weil der A… sie verlassen hat. Es wäre schöner, wenn das einfach umgedreht wird. Die Verlassene bedankt sich beim Ex, denn es gab ja auch bestimmt eine schöne Zeit zusammen und bestimmt hat sie während der Partnerschaft viel gelernt. Dieses Beispiel kann natürlich auch auf viele Situationen im Leben übertragen werden.

Dankbarkeit ist ein Schlüssel, um das Glück in uns größer werden zu lassen.

Vielleicht möchtet ihr ein kleines Ritual in euer Leben einbauen. Folgendes: Nehmt ein kleines Heftchen oder Ähnliches zur Hand und schreibt kurz bevor ihr ins Bett hinein, für was ihr dankbar seid. Was ist euch während des Tages begegnet, für das ihr euch bedanken möchtet. Und wenn ihr aufwacht bedankt ihr euch im voraus, für das, was euch am Tag Erfreuliches begegnen wird. Ihr könnt beides natürlich geistig durchgehen, aber schriftlich ist es einfach kraftvoller.

Wollt ihr mehr über Dankbarkeit erfahren, so könnt ihr noch hier was dazu lesen.

Termine:

1.9.17 Ritual – und Meditation im Indianerzelt

3.9.17 Yoga und Meditationsworkshop

19.9.17 Meditationsabend um 19 Uhr

27.10.17 – 15.12.17 MeditationsKurs

18.11.17 Vegan Day in der VHS Göppingen