Manchmal möchten wir aus dem Hamsterrad aussteigen, aber es gelingt uns einfach nicht, weil wir noch sooo Vieles vorher noch erledigen wollen. Wir beginnen dieses Viele zu erledigen. Wir haben eine lange Liste, die wir abarbeiten wollen. Haben wir aber zwei Punkte der Liste abgearbeitet, kommen aus heiterem Himmel zwei weitere Punkte dazu, die wir vorher nicht im Sinn hatten. Wir arbeiten die Liste ab in der Hoffnung irgendwann frei zu werden, doch dazu kommt es nicht und wird es vermutlich nie kommen.

Deswegen müssen wir uns darüber klar werden, was für uns das Wichtigste in unserem Leben ist.

Wir müssen uns klar werden, was wir möchten und danach handeln, damit uns das Universum davon senden kann. Das Universum hört nicht nur zu, es beobachtet uns auch. Wenn jemand sagt, er möchte ein schöneres Haus, mehr Freizeit, einen anderen Job…. aber dann 40 oder 50 oder mehr Stunden in einem Job verbringt, der ihm keinen Spaß macht und womöglich einen Chef hat, der ihn malträtiert… dann schenkt ihm das Universum, das was er zu LIEBEN scheint. Das Universum sagt:“Dieser Mensch verbringt sooo viel Zeit bei diesem Job, er muss seinen Job LIEBEN. Ich werde ihm mehr davon schenken. Es geht natürlich nicht nur um den Job, sondern um alles, Beziehungen, Gedanken… einfach alles,was uns umgibt. Wir sind Wesen mit einem freien Willen. Das Universum lässt uns unseren freien Willen und bewertet nicht. Wir entscheiden mit wem oder mit was wir unsere Zeit verbringen. In der Regel entscheiden wir uns für Aktivitäten, die uns Spaß machen und die uns gut tun. Aufgrund dessen wie wir uns entscheiden, sendet das Universum mehr davon. Das Universum geht einfach davon aus, dass wir das LIEBEN, was wir tun.

Hierzu eine Geschichte aus dem polynesischem:

 

Der dumme Seefahrer

 

Von den Flüssen bis zum Meer,

von den Sternen bis zur Sonne,

neue Abenteuer suchen wir,

wollen Lachen und Wonne.

 

Als Entdecker von allem,

die Abenteuer groß oder klein,

unser erster Schritt muss

das Packen des großen Kanus sein.

Heute erzählen wir die Geschichte

des dummen Seefahrers, der – nanu!

seine Reise nie antrat,

denn er verstand’s nicht zu packen sein Kanu.

 

All sein Gut lag auf dem Strand,

sollte mit auf diese Reise,

doch nicht alles war davon

nützlich auf die gleiche Weise.

Die wichtigsten Dinge tat er zur Seite,

sie wollt‘ er verstauen am Schluss.

Sein Surfbrett, Speer, Paddel und Hut,

für sein Abenteuer ein absolutes Muss.

Am ganzen Strand versammelten sich Leute,

sie kamen von fern und nah.

Und jeder glaubte zu wissen,

was auf die Reise mitzunehmen war.

 

 

 

Nimm dies, nimm das und jenes noch,

so beschied ihm manch einer;

zur See gefahren, ins Wasser gestochen,

war von ihnen noch keiner.

Nimm dies, nimm das und jenes noch,

so riefen andere ihm zu,

die ihr Leben lang nur träumten

von Abenteuern und viel Spaß dazu.

Sie riefen und riefen bald stundenlang

und hörten gar nicht mehr auf.

Der dumme Se

emann, er mühte sich,

und hörte tatsächlich darauf.

Er packte das Kanu, er füllte es an,

wohl hundert Mal einen Platz er fand.

Doch stets wenn er meinte, fertig zu sein,

stand das Wichtigste noch immer am Strand.

Nimm dies, nimm das und jenes noch,

riefen die Leute in einem fort.

Nimm dies, nimm das und jenes noch,

ihre Stimmen erfüllten den Ort.

Der Seemann sprach ganz unbeirrt,

das Wichtigste nehm ich am Schluss,

die Zeit verging und immer noch,

saß er fest mit großem Verdruss.

Wie mach ich’s nur, wie tu ich’s bloß…

er plagte sich so sehr.

Doch immer noch packte er nicht das Boot,

was er dringend brauchte am Meer.

Die Tage und Wochen, sie gingen dahin,

die Regensaison hat fast schon begonnen,

und als dann der erste Tropfen kam,

war die Zeit zur Abfahrt verronnen.

Es regnete hinab viele Tage lang,

und Donner gesellte sich dazu.

So gab der Mann seinen Traum endlich auf,

und verließ sein großes Kanu.

 

Die große Lehre verstand er nicht,

die jeder von uns sollt bewahr’n:

Das Wichtigste pack zuerst ins Boot,

sonst kannst du nicht in die Ferne fahrn.

Drum denk an die Geschichte

vom Seemann, der zu dumm war dazu,

nie ging er auf Reisen,

denn er verstand’s nicht zu beladen sein schönes Kanu.

Was das Wichtigste im Leben,

pack zuerst in das Kanu,

sonst habt ihr ein Leben voller Dinge,

aber keine erfüllenden Abenteuer dazu.

Diese schöne Geschichte stammt aus dem Buch: Wiedersehen im Café am Rande der Welt – von John Strelecky

 

Wir müssen uns unserer Gedanken, Worte und Taten bewusst werden, um das Leben zu führen, welches wir uns wünschen.

Lebst du schon was du LIEBST?